Innerer Aufbau braucht Zeit und Freud …

Wenn im Herbst das Laub von den Bäumen fällt, wird der Blick auf die Strukturen dahinter sichtbar. (Waltraude)

Seit dem Herbst letzten Jahres widmen wir uns vertieft unseren Strukturen, dem Gefäß unseres Gemeinschaftslebens. Mit zunehmender Größe unseres Projekts steigt auch die Vielschichtigkeit und Vielfalt der Aufgaben und Entscheidungsbereiche. Schon länger diskutieren wir nicht mehr alles mit allen im Plenum, sondern organisieren die vielseitigen Aufgaben in sechs Arbeitskreisen mit ihren Arbeitsgruppen. Neben den Arbeitskreisen und digitaler Kommunikation treffen wir uns alle 10 Tage im Plenum, um Informationen auszutauschen und Feedback zu geben.

Von Anfang an orientieren wir uns an den Prinzipien der Soziokratie, das heißt: der Kreiskultur, dem Konsent, der Gleichwertigkeit aller Mitglieder und der Aufteilung in zielorientierte Aufgabenbereiche. Im Jänner haben wir Markus Spitzer, einen Freund und Experten vom Soziokratiezentrum Österreich und seinen Kollegen Wolfgang Kogler, für zwei Tage zu uns geladen, um uns Schritt für Schritt bei der Umsetzung der soziokratischen Kreiskultur zu unterstützen.

Wir haben Klarheit gewonnen und gierig Wissenslücken gefüllt, tausende Fragen gestellt und auch viele Antworten gefunden. Die Komplexität unserer Vision, das ehemalige Kasernengelände in ein vielfältiges Dorf des Miteinanders zu verwandeln, ist nicht nur ein großes Vorhaben, sondern wir betreten in vielen Bereichen Neuland. Es braucht viel Mut, Ausdauer, Kreativität und Experimentierfreude, um diesen neuen Weg zu erschließen. Es war eine lehrreiche, inspirierende und motivierende Zeit mit einigen Aha-Erlebnissen. Dankbar für diese bereichernde Begleitung sind wir jetzt gefordert, das Gelernte in unseren Alltag einzubauen und anzuwenden, sodass im Frühling frische Blätter und Blüten aus unserem Gefäß sprießen mögen. Wir freuen uns schon sehr auf den nächsten Besuch von Markus und Wolf Mitte März!

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